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pfeiliconSpecial Nr. 21 - Die ARIOLA-Singles
1. Die Anfänge: Athena-Label

Der Plattenverlag Ariola wurde 1958 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt hatten Polydor und Telefunken/Decca sich bereits dem Hörspielsinglesegment zugewendet und vor allem mit ihren Märchen, ausgestattet mit illustrierten Textheften, den Markt erobert. Dem setzte Ariola sein Athena-Label entgegen, speziell für Hörbücher und Hörspiele eingerichtet. Den frühen Veröffentlichungen hing in der Regel ein Bastelbogen an. So konnten die jungen Hörer die Geschichte mit Minifiguren nachspielen.
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Die Verkaufszahlen dürften gering gewesen sein. Jedenfalls sind diese Singles, insbesondere in einem kompletten und hörbaren Zustand, selten zu finden. Unbekannt bleibt leider, wer die vielen hübschen Illustrationen gemacht hat. Es wurden etwa 30 Veröffentlichungen in dieser Reihe gemacht, Bestellnummern 56107 bis 56192. Bei den späteren Ausgaben ist Athena nur noch klein gedruckt und verschwand in den frühen 60ern als eigenständiges Label.
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2. Bertelsmann-Schallplattenring
Mit dem Bertelsmann-Club räumte Ariola Stammkunden besondere Rabatte für Schallplatten und Bücher ein. Hier erschienen auch viele Athena-Singles mit identischem Inhalt in anderer grafischer Aufmachung. Außerdem eine Märchenbox. Man beachte die teilweise detailverliebte Labelgestaltung.
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3. Baccarola
Ebenfalls im Ariola-Vertrieb befand sich das Baccarola-Label, das um 1960 zwar wenige, aber umso tollere Walt Disney Hörspiele mit anhängendem sechsseitigem Kurz-Comic veröffentlichte. Aus dieser Serie sind acht Ausgaben bekannt, die sich auch bei Comic-Fans großer Beliebtheit erfreuen.
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Das kurzlebig bemühte Label, ansonsten eher für Billig-Sampler zuständig, schob nur noch 4 Märchenproduktionen nach.

4. Abenteuer
Auf das jugendliche Publikum waren die Abenteuer-Hörspiele von Ariola abgezielt. Man verließ sich auf die Popularität bereits bekannter Jugendbücher und Fernsehfilme. Die meisten Drehbücher wurden von Kurt Vethake verfasst.
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Besonders beliebt waren Tiergeschichten von „heldenhaften“ Hunden (Lassie, Rin Tin Tin), dem schwarzen Mustang FURY und sogar einem Geparden Cheetah (in Dschungelboy). Natürlich durfte auch Karl May nicht fehlen, sowie ein Krimi „Funkstreife Isar 12“. Alle Singleproduktionen erschienen auch mal als LP und sind heute in dieser Form sicherlich leichter aufzutreiben. Hier wurde dann eine Folge von 3 Singles auf einer LP zusammengefasst.
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Von Fury und Winnetou erschienen jeweils 6 Singles, von Lassie, Rin Tin Tin, Dschungel-Boy und Funkstreife Isar 12 je 3.

5. Für die Jüngsten
Einen Einstieg ins Hörspiel für Kinder bereits im Kindergartenalter sollte Helmut Brennickes „Kasperl“ bieten. Verglichen mit dem Hohnsteiner Kasper nahezu unbekannt, mit bayrischem Dialekt und ziemlich vertrottelt. Schön aufgemacht wie ein Kasperletheater sind die Hüllen gestaltet, integriert wiederum Ausschneidepuppen im Kleinformat. Es erschienen 6 Singles, bei denen das Kasperl bei den Eskimos, als Cowboy, im Urwald, als Zauberer, mit einem Schlossgespenst und als Detektiv seine Faxen treibt.
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Außerdem hatte sich Ariola die lukrativen Schallplattenrechte am Sandmännchen gesichert, dessen Gute-Nacht-Geschichten es auch als Single-Ausgaben gab.

6. Marcato
Wie ursprünglich Athena sollte auch das Marcato-Label speziell die Hörbuch- und Hörspielfans mit Schallplatten versorgen. Man verlegte sich aber im Laufe der 60er Jahre immer stärker auf LP-Produktionen, sodass als Single fast ausschließlich die bereits auf Athena veröffentlichten Märchen Verwendung fanden, allerdings in neuem optischen Gewand: In Heftform mit Illustrationen von Mouche Vormstein. Leider war der Textteil auf dünnen, farbigem Papier und somit schwer lesbar.
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7. Für Liebhaber, Sammler und Detailsucher
Irgendwie ist das spannend mit den Ariola-Singles, denn wie viele in welcher Form erschienen sind, weiß man nicht ganz genau. Die Auflagen müssen, gemessen an dem, was ich all den Jahren des Suchens finden konnte, sehr gering gewesen sein. Immer wieder tauchen Singles auf, die nirgendwo sonst erwähnt wurden - einziger Anhaltspunkt sind hier die auf vielen Coverrückseiten angekündigten Werbehinweise auf weitere Titel. Man kann also durchaus zwischen 150 und 200 Singles zusammenbekommen, alle Variationen eingerechnet. Und zudem meist zu Cent-Preisen.

geschrieben und erstellt von Stefan Rost